Warum ist Filtergewebe unter Pflastersteinen so wichtig?

2025/11/28 13:26

Bei der Planung eines Pflasterprojekts für Terrasse, Gehweg oder Einfahrt richtet sich die Aufmerksamkeit natürlich auf die sichtbarsten Faktoren: Farbe, Textur und Muster der Pflastersteine. Hausbesitzer und Handwerker sichten Muster und visualisieren das Endergebnis, das ihren Außenbereich verschönern soll. Was sie jedoch nicht sehen, ist eine ganz andere Welt unter dieser schönen Deckschicht, voller wichtiger Elemente, die langfristig über Erfolg oder Misserfolg des Projekts entscheiden. Eines der am meisten diskutierten, missverstandenen, aber dennoch grundlegend essentiellen Elemente ist das Filtervlies unter den Pflastersteinen. Diese Schutzschicht ist ein wichtiger Bestandteil der Gartengestaltung, den Ihre Pflastersteine ​​nicht erkennen. Die korrekte Verwendung dieses Geotextils macht den Unterschied zwischen einer stabilen, langlebigen Installation und einem absackenden, unkrautbewachsenen und schlammigen Belag aus.

Um die Funktion des Filtervlieses zu verstehen, muss man zunächst wissen, was einen guten Pflasterbettaufbau ausmacht. Ein solcher Aufbau gleicht dem einer Zwiebel mit mehreren Schichten und besteht üblicherweise aus dem verdichteten gewachsenen Boden (Untergrund), einer Schicht aus grobem Kies als Fundament, einer Schicht aus feinerem Kies (meist grobem Sand) zum Nivellieren und Einbetten der Pflastersteine ​​und schließlich den Pflastersteinen selbst. An der Grenzfläche zwischen dem gewachsenen Boden und der Kiesschicht erfüllt das Filtervlies seine wichtigsten Funktionen.


Filtergewebe unter Pflastersteinen zur Entwässerung und Stabilisierung


1. Filtergewebe unter Pflastersteinen – Kernfunktionen: Trennung und Filtration

Die grundlegendsten sind die zwei Kernfunktionen von Geotextilien bzw. Filtergeweben: Trennung und Filtration.

1.1 Trennung: Verhinderung der Vermischung von Schichten

Stellen Sie sich vor, Sie verlegen die Kiesschicht Ihres Pflasters direkt auf einem weichen, lehmhaltigen Boden. Durch das Gewicht der Pflastersteine ​​und die Belastung durch Fußgänger, Fahrzeuge und Frost-Tau-Wechsel dringt der Kies tiefer ein. Gleichzeitig dringt der weiche, feuchte Untergrund in die Zwischenräume der Kieskörner ein. Dieser Vorgang wird als „Pumpen“ bezeichnet. Mit der Zeit vermischt sich die klare, stabile Kiesschicht mit Erdpartikeln. Die Tragfähigkeit des Untergrunds nimmt ab, da er nun aus einer Mischung aus Erde und Kies besteht. Anstelle eines festen Untergrunds haben Sie nun ein Gemisch aus Erde, das Wasser speichert und an Stabilität verliert. Die daraus resultierenden ungleichmäßigen Setzungen, Absenkungen und die wellige, instabile Pflasteroberfläche sind nicht nur unansehnlich, sondern auch gefährlich.

Geotextilgewebe bildet eine robuste Barriere, die diesen Prozess physikalisch unterbindet. Es trennt den Kies vom Untergrund und verhindert so eine gegenseitige Verunreinigung. Das Vliesmaterial verhindert, dass sich Feinanteile im Untergrund ansammeln, sodass dieser weiterhin die geplanten Lasten tragen kann und somit langfristig eine sichere, ebene und stabile Oberfläche gewährleistet.

1.2 Filtration: Wasserdurchtritt ermöglichen, gleichzeitig aber den Boden zurückhalten

Wasser ist der größte Feind eines jeden Bauprojekts. Eine gute Entwässerung ist unerlässlich. Dringt Wasser durch die Fugen der Pflastersteine ​​bis zum Untergrund ein, muss es über den Untergrund abgeleitet werden. Staut sich Wasser, kann es in frostgefährdeten Bereichen zu Frosthebungen, Erosion und einer Destabilisierung des Untergrunds führen.

Geotextilien sind atmungsaktiv und keine wasserabweisende Membran. Ihre gewebte oder nicht gewebte Struktur ist so konzipiert, dass Wasser ungehindert ein- und ausfließen kann. Obwohl das Vliesgewebe wasserdurchlässig ist, hält es feine Bodenpartikel aus dem Untergrund zurück. Dies ist die „Filtrationsfunktion“. Ohne diesen Filter würden die vom Wasser mitgerissenen Bodenpartikel unter die Tragschicht gelangen und Hohlräume bilden. In diesen Hohlräumen kommt es mit der Zeit zu Setzungen und Absenkungen. Das Vliesgewebe erfüllt diese Funktion: Es lässt Wasser durch, stabilisiert den Untergrund und verhindert gleichzeitig die Erosion des Untergrunds sowie die Bildung von Hohlräumen, die die Instabilität verursachen.


2. Die Kontroverse entkräften: Nutzen oder nicht nutzen?

Ein häufiger Streitpunkt in der Landschaftsgestaltung ist die Frage, ob Geotextilvlies immer notwendig ist. Einige erfahrene Verleger argumentieren, dass es bei Projekten auf stabilen, gut durchlässigen, körnigen Böden (wie sandigem Lehm) eine unnötige Ausgabe sein kann. Sie behaupten, dass eine ausreichend dicke und gut verdichtete Kiesschicht auch ohne sie auskommt. Das mag unter idealen Bedingungen zutreffen, ist aber ein erhebliches Risiko. Die Bodenbeschaffenheit kann sich im Laufe der Zeit verändern, und Wasser kann sich neue Wege suchen. Die geringen Anschaffungskosten für Geotextil-Drainagegewebe sind eine günstige Versicherung gegen die hohen Kosten und den Arbeitsaufwand zukünftiger Reparaturen.

Die Kritik an Geotextilien beruht oft eher auf deren unsachgemäßer Verwendung als auf ihren eigentlichen Eigenschaften. Der berechtigtste Kritikpunkt entsteht, wenn das Gewebe an der falschen Stelle innerhalb des bestehenden Systems installiert wird.


Filtergewebe unter Pflastersteinen


3. Wo Filtervlies NICHT unter Pflastersteinen verlegt werden sollte

Dies ist vielleicht der wichtigste technische Punkt dieser Diskussion. Geotextilfiltergewebe sollte niemals zwischen der Kiesgrundschicht und der Sandbettungsschicht platziert werden.    

Das Einbringen von Geotextilgewebe an dieser Stelle führt zu einer kritischen Schwachstelle. Die Sandbettungsschicht ermöglicht die minimalen Verschiebungen der Pflastersteine ​​während des Verlegens und Verdichtens und sorgt für eine gleichmäßige, flexible Oberfläche. Trennt ein Vliesstoff den Sand vom Kies, entsteht eine Gleitfläche. Der Sand kann sich nicht mehr richtig mit dem darunterliegenden Kies verbinden und verschiebt sich unabhängig. Dieser fehlende Zusammenhalt führt zu einer instabilen Oberfläche, auf der die Pflastersteine ​​unter Belastung wackeln, kippen und absinken. Das gesamte System verliert seine Stabilität. Die korrekte Platzierung erfolgt ausnahmslos direkt auf dem ausgehobenen und verdichteten Untergrund, bevor die erste Schicht Tragschicht aus Kies aufgebracht wird.


4. Auswahl‍‌‍‍‌‍‌‍‍‌ des richtigen Filtergewebes unter Pflastersteinen

Nicht alle Unkrautvliese sind gleich. Ein billiges, leichtes Unkrautvlies als tragendes Element zu verwenden, ist riskant. Diese empfindlichen Geotextilien reißen beim Verlegen von Kies leicht und verschleißen schnell, wodurch sie ihre Hauptfunktion verfehlen. Die Drainage Ihrer Pflastersteine ​​sollte aus einem robusten, nicht gewebten Geotextil bestehen.

4.1 Vliesstoff vs. Gewebe

Der Grund dafür ist, dass nicht gewebte Geotextilfilterstoffe, die aus zufällig ausgerichteten und zusammengenadelten synthetischen Fasern bestehen, bessere Eigenschaften für Pflasteruntergründe aufweisen als gewebte Stoffe. In Bezug auf Durchlässigkeit, Filterung und Festigkeit sind diese Stoffe außerdem sehr langlebig genug, um dem Installationsprozess standzuhalten. Andererseits sind gewebte Geotextilien, die wie Sackleinen aussehen, sehr stark, aber die Durchflussraten können geringer sein, und daher kann die Entwässerung beeinträchtigt werden, wenn sie nicht sorgfältig ausgewählt werden.

4.2 Gewicht und Kraft

Für die Begrünung von Terrassen und Gehwegen im Wohnbereich empfiehlt sich ein Geotextil mit hoher Zugfestigkeit und Durchstoßfestigkeit. Ein Flächengewicht von mindestens 4 Unzen pro Quadratyard ist ein guter Ausgangspunkt. Bei stark beanspruchten Bereichen wie Einfahrten sollte ein Flächengewicht von mindestens 8 Unzen verwendet werden. Es ist ratsam, vor dem Kauf eines Geotextils die Herstellerangaben für den jeweiligen Anwendungszweck zu prüfen.

4.3 Durchlässigkeit

Das Geotextil zur Stabilisierung von Einfahrten muss einen sehr hohen Wasserdurchfluss ermöglichen, um die Wasserversickerung nicht zu behindern. Führende Geotextilhersteller stellen ihren Kunden diese Information gerne zur Verfügung.


Geotextil unter Pflastersteinen für die Landschaftsgestaltung


5. Bewährte Verfahren für die Verlegung von Filtervlies unter Pflastersteinen

Die Installation ist einfach, wenn Sie die Schritte und Anweisungen sorgfältig befolgen:

5.1 Ausheben und Verdichten

Heben Sie bis zur erforderlichen Tiefe aus und vergessen Sie nicht, die Schichten aus Pflastersteinen, Sand und Kies aufzufüllen. Verdichten Sie den freigelegten Untergrund gründlich mit einer Rüttelplatte, um eine feste und stabile Basis zu schaffen.

5.2 Den Stoff auslegen

Legen Sie das Filtervlies in langen Rollen über den verdichteten Untergrund. Benachbarte Vliesstreifen sollten sich um 30 bis 45 cm oder mehr überlappen, um eine vollständige Abdeckung zu gewährleisten und zu verhindern, dass Erde durch die Nähte gedrückt wird.

5.3 Sichern und fortfahren

Stoffklammern oder Heringe eignen sich, um das Gewebe straff zu fixieren, insbesondere an Hängen oder windigen Tagen. Dadurch wird verhindert, dass es verrutscht oder sich faltet, und es wird auch vor Beschädigungen durch die später aufzubringende erste Kiesschicht geschützt.

5.4 Basismaterial hinzufügen

Die erste Schicht Kies wird direkt auf das Vlies gegeben und anschließend verteilt. Obwohl das Vlies robust ist, sollte man beim Einsatz von Maschinen wie einem Kompaktlader vorsichtig sein, um es nicht zu beschädigen. Sobald das Vlies mit einigen Zentimetern Kies bedeckt ist, ist es vollständig geschützt.

5.5 Jenseits der Basis: Eine Anmerkung zu Unkräutern

Das Filtervlies unter Pflastersteinen dient als Trenn- und Filtermittel und kann gleichzeitig als zusätzlicher, langfristiger Schutz gegen Unkraut betrachtet werden. Unkraut in den Fugen stammt üblicherweise von Samen, die vom Wind herangeweht oder mit dem Sand transportiert wurden. Es kann aber auch von Samen im Untergrund oder von nach oben wachsenden Wurzeln stammen. Das Vlies bildet eine physische Barriere gegen das Unkraut, das von unten wachsen möchte. Es ist zwar keine vollständige Unkrautbekämpfungslösung, schränkt aber eine mögliche Wachstumsquelle deutlich ein und erleichtert so die Unkrautpflege.


Abschluss

Im Vergleich zu den Gesamtkosten eines Pflasterprojekts ist der Preis einer hochwertigen Filtervliesrolle kaum wahrnehmbar – meist beträgt er weniger als 1 % des gesamten Projektbudgets. Dennoch ist ihre Bedeutung enorm. Sie ist der entscheidende Faktor, der einen soliden und stabilen Untergrund von einem zum Scheitern verurteilten unterscheidet. Indem sie unauffällig die essentiellen Trenn- und Filterfunktionen übernimmt, garantiert sie, dass Sie die Eleganz und Funktionalität Ihrer Pflasterlösung für die nächsten rund 40 Jahre genießen können.

Wenn Sie sich für Pflastersteine ​​entscheiden, erwerben Sie ein Landschaftselement, das Ihnen viele Jahre Freude bereiten wird. Lassen Sie diese Investition nicht unter Ihren Füßen zerbröckeln. Setzen Sie auf die Unterstützung, die stets vorhanden, aber unsichtbar ist: eine sorgfältig verlegte Schicht aus robustem Filtervlies.


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